Viele kaltgepresste Öle überschreiten das Mindesthaltbarkeitsdatum locker. Diese Tipps helfen bei der Lagerung und bei der Erkennung abgelaufener Öle.
Gute Öle sind eine wundervolle Sache, bereichern die kalte und warme Küche auf vielfältige Weise. Manche Bio-Öle schaffen das länger und anhaltender als andere: Die Haltbarkeit kaltgepresster Öle sollte unbedingt vor der Verwendung beachtet werden. Abgelaufenes, ranziges Öl ist für den Magen-Darm-Trakt alles andere als angenehm. Wie aber erkennt man schlechtes Öl? Und wie lange ist kaltgepresstes Öl wirklich haltbar?
Doch zuerst: Was aber ist kaltgepresstes Öl eigentlich? Die Kaltpressung bezieht sich auf die mechanische Gewinnung von Öl, ohne Wärmezufuhr. Trübstoffe werden einzig durch Filtrierung, Dekantieren und/oder Zentrifugieren entfernt – ohne Entschleimung, (Teil-)Entsäuerung, Bleichen, Fraktionieren oder Desodorierung. Kaltgepresste Öle enthalten keine Zusatzstoffe und dürfen sich zudem „nativ“ nennen, wenn die Vorbehandlung der Saat ausschließlich durch mechanische Verfahren geschieht.
Das liegt vor allem an den Fettsäuren. Öle mit überwiegend gesättigten Fettsäuren (z. B. Kokosöl) sowie einfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Olivenöl, Rapsöl, Erdnussöl und Sesamöl) sind von Oxidation vergleichsweise wenig betroffen und halten am längsten – natives Rapsöl etwa ein Jahr ab Pressung, Olivenöl sogar mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum von eineinhalb Jahren. Bei überwiegend mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Leindotteröl, Walnussöl und Distelöl) verkürzt sich die Mindesthaltbarkeit auf etwa zehn Monate, während unser Omega-3-Spitzenreiter, das Leinöl, mit etwa drei Monaten angesetzt ist.
Generell empfehlen wir, Leinöl immer im Kühlschrank aufzubewahren. Alle anderen Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren lagern nach der Öffnung ebenfalls am besten im Kühlschrank.
Generell ist das Mindesthaltbarkeitsdatum ein Richtwert für Konsumenten, doch können die meisten Produkte sogar deutlich länger halten, vor allem originalverschlossene und korrekt gelagerte Öle. Den Zustand erkennt man anhand von Geruch und Geschmack. Wenn das Öl herb schmeckt und unangenehm muffig riecht, ist es vermutlich schlecht oder ranzig geworden und sollte entsorgt werden.
Richtiges Aufbewahren ist wichtig für die Haltbarkeit der Öle bis zum empfohlenen Mindesthaltbarkeitsdatum. Licht, Sauerstoff und Wärme wirken sich direkt auf die Haltbarkeit unserer Öle aus. Angebrochene Flaschen mit kleinem Ölrest halten entsprechend kürzer als originalverpackte Bio-Öle. Zudem schützen die dunklen Flaschen gut vor Lichteinfall und verbessern die Haltbarkeit. Generell ist eine kühle oder gekühlte Lagerung bei den nativen Ölen kein Fehler – bei manchen, wie zuvor erwähnt, ist das sogar Pflicht. Aber Vorsicht: Manche Öle, wie Erdnussöl und Olivenöl, können im Kühlschrank fest werden. Das wirkt sich aber keinesfalls auf die Qualität aus – nach ein paar Minuten bei Zimmertemperatur werden sie wieder flüssig.
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